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Unabhängigkeit im neuen Unialltag

Wir haben uns gefragt, was die Digitalisierung des Semesters eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Und wir stellen fest: jede Menge, vor allem mit sozialer Nachhaltigkeit!

Freie Software

Ohne den digitalen Raum kann kein Studium stattfinden. Individuelle Freiheit in diesem Raum kannst du dir durch „Freie Software erobern.
Zoom, Google Hangouts, und Docs sind vielleicht praktisch, aber bei weitem nicht alles, was auf den ersten Blick gut aussieht, ist es auch – sprecht daher mit euren Dozent*innen und Kolleg*innen darüber, wie digitale Lehre unter Perspektive digitaler Freiheit gestaltet werden sollte – das sind, auch wenn es zunächst den Anschein hat, keine technischen Diskurse, sondern vor allem soziale!

Vorab erstmal ein dickes Lob an unsere Uni. Die Tools OpenOlat, BigBlueButton und Nextcloud, die wir nun alle nutzen, sind nämlich OpenSource Dienste. Das ist klasse, denn diese „Freie Software zielt auf Datensparsamkeit, tiefgründiges Verstehen und Autonomie im digitalen Zeitalter ab. Sie ist damit das Gegenteil von dem, was unfreie Software in der Regel will:
  • Daten erheben wann immer möglich und damit im Idealfall doppelt an den Usern verdienen (durch Lizenzen und Daten)
  • Funktionsmechanismen vor den Usern verbergen
  • größtmögliche Abhängigkeit erzeugen
Du bist also im Regelfall dem Wohlwollen von Unternehmen wie bspw. Microsoft oder Apple unterlegen, deren Nutzungsvereinbarungen wir ungelesen unterschreiben – zum Preis unserer Daten und Privatsphäre!
Freie Tools dagegen, sind nicht darauf angewiesen, mit deinen Daten Geld zu verdienen. Sie sind weit sicherer als es Datenschutzgesetze vorgeben, welche Politiker*innen sicher nicht ohne Lobby-Gespräche mit den großen digitalen Konzernen schreiben konnten.
Als Nutzer*in verfügst du über größtmögliche Autonomie, denn der Code der Software ist für alle offen zur Einsicht und persönlichen Anpassung. Ein basisdemokratisches Konzept, das sich selbst erhält!
Mit der Software der ganz großen Konzerne läuft auch unsere öffentliche Infrastruktur: Staat, Krankenhäuser, Banken usw… Das kann ganz schön gefährlich werden, wie hier dokumentiert: https://www.dailymotion.com/video/x6n1rbm „das Microsoft Dilemma“, über einen Virus Angriff 2017. 

Für den Uni Alltag

Wenn euch eure Datensicherheit einen Dukaten wert ist, ist die wichtigste Regel: kein Google, kein Zoom!
Nutzt diese Alternativen für Datensicherheit, Nutzerfreundlichkeit und Null Kosten: 
  • sicherer chat: Leapchat ist verschlüsselt, ohne Konto, Nachrichten werden selbstzerstört, Open Source https://www.leapchat.org
  • sichere kollaborative Tools (Text, Tabelle, Präsi usw): Einfach die Nextcloud der Uni, wenn es hakt cryptpad https://pads.c3w.at/
  • sichere Videokonferenz: BigBlueButton über den Uniserver https://bbb.uni-landau.de/b ist auch als privater Account simpel einzurichten. In unserem Praxistest die beste Arbeitsoberfläche!
    • Die Nutzer*innenerfahrungen sind abhängig von der Serverbelastung, also z.B. der Tageszeit
    • Wenn es mal hakt, funktioniert alternativ Jitsi bis 35 Personen. https://meet.jit.si/ Maximal  können auch 75 Menschen möglich sein, aber ab über 35 Teilnehmer*innen leidet die Qualität.
Generell empfehlen wir reine Audiokonferenzen, also Kameras aus! Das ist…
  • sehr ressourcensparsam: geringere Bandbreite, geringere Serverbelastung und geringerer Stromverbrauch bei Teilnehmer*innen -> auch die Qualität der Konferenz steigt hierdurch
  • gut für deine Privatsphäre: Videoaufnahmen im privaten Zimmer können mitgeschnitten werden -> potenzielle Überwachung, potenzieller Missbrauch

Was ist das Problem mit Zoom?

Zoom ist gesetzeskonform, das heißt aber lange noch nicht datensicher!
Bei einer Konferenz werden deine persönlichen Daten von Zahlungsdetails bis Postadresse an Tracking Dienste u.a. von Facebook und Google gesendet.
Die Frage ist eher, welche Daten Zoom eigentlich nicht sammelt. 
  • „Vor diesem Hintergrund ist von der Nutzung von Zoom nur dringend abzuraten. Jeder, der die Datenschutzerklärung gelesen und verstanden hat, muss wissen: Hier wird alles gesammelt, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.“
Wenn ihr euch noch weiter mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen wollt, schaut am besten einmal auf unsere Quelle, die Seite der Berliner Humboldtuni Initiative #gnuHU https://hu.berlin/gnUNI/, mit Anleitung für digitale Konferenzen mit Freier Software: https://hu.berlin/FreieKonferenzen/. #gnuHU bietet dieses Semester auch die Veranstaltung „Digitale Autonomie durch Freie Software“ an: https://hu.berlin/DigiAuton2020
Mehr zu nachhaltiger Digitalisierung auf https://bits-und-baeume.org/ 
Viele Grüße, 
Iruna, Flo und Jona

Independence in the digital uni lifestyle: Free software as an alternative for zoom!

Dear people,
is there any connection between the digital semester and sustainability? Especially for social sustainability we found one!

Free software:

Zoom, Google and Co seem great and easy to handle, but when you have a second look, you will realise that there are some problems in the handeling with your data. So dont hesitate to ask your instructors or collegues about their visions of the digital education.
You have the possibility to reach individual freedom with open source programs. And you should, since they bring lots of upsides:
  • free of charge
  • less data consumption
  • transparent working mechanisms -> you become more independent

Daily use for university:

Our university already offer open source programs where you can sign in with your unimail:
    – OpenOlat 
    – Nextcloud (save files, pictures, etc.)
    – BigBlueButton (communication via video or audio -> group work)
More options:
    – Leapchat (safe communication [no sign in, message will delet itself, open source])
    – Mumble (audioconference)
Please use those for collaboration instead of Google and Zoom, if you care for your privacy!
In general we recommend to use only the audio function for calls or conferences:
  • less data consumption
  • less energy use
  • better quality
  • more privacy (no possibility to see/record your surrounding)
If you are still interested in this topic or have some additions, feel free to write us! (unfortunately all our literature is in german) 
sustainable greetings,
Iruna, Flo and Jona

from the environmental group

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